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Stellungnahme

AquaVentus-Stellungnahme zur Konsultation der in Frage kommenden Vorhaben von gemeinsamem Interesse (PCI) in allen Infrastrukturkategorien gemäß der Verordnung (EU) 2022/869

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April 2025 — Konsultation zur Liste der Vorhaben von gemeinsamem Interesse und der Vorhaben von beiderseitigem Interesse in allen Infrastrukturkategorien gemäß Verordnung (EU) 2022/869. Antworten von AquaVentus zu Wasserstoffinfrastruktur und Elektrolyseanlagen. a) Beitrag zur Nachhaltigkeit:

Das Projekt AquaDuctus leistet einen erheblichen Beitrag zur Nachhaltigkeit, indem es den großmaßstäblichen Transport von grünem Wasserstoff ermöglicht, der in Offshore-Windparks in der Nordsee erzeugt wird. Dieser Wasserstoff wird fossile Energieträger in schwer dekarbonisierbaren Sektoren wie Industrie, Verkehr und Wärme ersetzen. Das Projekt wird die CO₂-Emissionen voraussichtlich um Millionen Tonnen jährlich senken und unterstützt damit die Klimaneutralitätsziele der EU im Rahmen des European Green Deal und des REPowerEU-Plans.

Darüber hinaus ist die Pipeline auf langfristige Nachhaltigkeit ausgelegt: Sie erlaubt einen modularen Ausbau und die Einbindung weiterer erneuerbarer Offshore-Projekte und stärkt so die Wertschöpfungskette erneuerbarer Energien in ganz Europa.

AquaDuctus erleichtert die Marktintegration, indem es Offshore-Produktionsstandorte für Wasserstoff unmittelbar mit der landseitigen Wasserstoffinfrastruktur in Deutschland verbindet, einschließlich des deutschen Wasserstoff-Kernnetzes und des European Hydrogen Backbone. Diese direkte Verbindung erhöht die grenzüberschreitende Verfügbarkeit von Wasserstoff und fördert Handel und Integration innerhalb des europäischen Wasserstoffmarktes. Die skalierbare Auslegung des Projekts erlaubt künftige Anbindungen an weitere Nordsee-Anrainerstaaten, darunter die Niederlande, Dänemark und Norwegen, und verstärkt damit die Marktintegration weiter.

Das Projekt stärkt die Energiesicherheit, indem es die Energieversorgung der EU diversifiziert und die Abhängigkeit von importierten fossilen Brennstoffen verringert. AquaDuctus sichert eine stabile und widerstandsfähige Versorgung mit grünem Wasserstoff aus der Nordsee, einer reichlich vorhandenen erneuerbaren Ressource. Die Pipelineinfrastruktur von See an Land bildet einen sicheren und unabhängigen Energiekorridor und stärkt die Widerstandsfähigkeit des EU-Energiesystems gegenüber geopolitischen Risiken.

Durch den Aufbau einer eigenen Wasserstoff-Transportinfrastruktur öffnet AquaDuctus den Markt für mehrere Erzeuger und Abnehmer von Wasserstoff. Das fördert den Wettbewerb unter den Erzeugern, senkt die Wasserstoffpreise und begünstigt Innovation. Das Projekt eröffnet zudem einem breiten Kreis industrieller Anwender den Zugang zu Wasserstoff, einschließlich kleiner und mittlerer Unternehmen, und stärkt damit die Wettbewerbsfähigkeit des Marktes.

e) Versorgungssicherheit (für Elektrolyseure):

AquaDuctus ist selbst kein Elektrolyseprojekt, unterstützt aber unmittelbar den Aufbau von Offshore-Elektrolyseuren, indem es die notwendige Infrastruktur für den Transport des erzeugten Wasserstoffs an Land bereitstellt. Der sichere Wasserstofftransport stellt sicher, dass Elektrolyseprojekte ohne Abregelung mit voller Kapazität betrieben werden können, was die Gesamteffizienz des Systems und die Versorgungssicherheit erhöht.

f) Ermöglichung von Flexibilitätsdienstleistungen (für Elektrolyseure):

Die Pipelineinfrastruktur erlaubt den flexiblen Transport von Wasserstoff aus mehreren Offshore-Produktionsstandorten und gleicht Angebot und Nachfrage effizient aus. Indem sie die Offshore-Wasserstofferzeugung mit landseitigen Verbrauchszentren verbindet, erbringt AquaDuctus eine entscheidende Flexibilitätsdienstleistung: Wasserstoff kann nach Bedarf transportiert und gespeichert werden, um das Netz auszugleichen und die Integration erneuerbarer Energien zu unterstützen.

Energiepolitische Perspektive sowie Klima- und Energieziele der EU:

AquaDuctus ist aus energiepolitischer Sicht unverzichtbar, da es die Klima- und Energieziele der EU für 2030 und 2050 unterstützt, indem es die großmaßstäbliche Integration erneuerbaren Wasserstoffs ermöglicht. Es steht im Einklang mit dem European Green Deal, REPowerEU und der EU-Wasserstoffstrategie, indem es:

– den Aufbau von 20 GW Offshore-Wasserstofferzeugungskapazität ermöglicht,

– zum Aufbau des European Hydrogen Backbone beiträgt,

– den grenzüberschreitenden Wasserstoffhandel und die Integration des Energiesystems stärkt,

– die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringert und die Energiesicherheit erhöht,

– die Dekarbonisierung der Industrie und den Aufbau einer nachhaltigen Wasserstoffwirtschaft unterstützt.

Zusammenfassend ist AquaDuctus ein entscheidendes Infrastrukturprojekt, das die nachhaltige, sichere und wettbewerbsfähige Entwicklung des europäischen Wasserstoffmarktes gewährleistet und den Übergang der EU zu einem klimaneutralen Energiesystem vorantreibt.