AquaPortus

Das "grüne Herz" der AquaVentus-Initiative

2025: Helgoland wird grün

Grüner Wasserstoff verbindet: Sechs Projektpartner aus Wissenschaft und Industrie erforschen und entwickeln mit der Insel Helgoland im Projekt AquaPortus zum einen den Aufbau einer Wasserstoff-Lieferkette aus dem Offshore-Bereich im schleswig-holsteinischen Küstenmeer über die Häfen zu den Wasserstoffverbrauchern auf dem Festland. Der Wasserstoff soll dabei für den Transport an den Trägerstoff LOHC (Liquid Organic Hydrogen Carrier) gebunden werden. Zum anderen wird in einer zweiten Umsetzungsvariante die Direktverwertung von dem auf See produzierten Grünen Wasserstoff auf Helgoland untersucht. Denkbar sind in der Umsetzung auch Kombinationen aus beiden Varianten.

2026: Erste Anwendungen mit Grünem Wasserstoff

Die Grundlagen für die erste Umsetzungsvariante werden in AquaPortus über das „TransHyDE -Projekt Helgoland“ erforscht und entwickelt. TransHyDE ist eins der Wasserstoffleitprojekte des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, wodurch das Teilprojekt Helgoland vom Bund mit bis zu 12,48 Mio. Euro gefördert wird. In einem ersten Pilotprojekt plant AquaPortus den von AquaPrimus offshore produzierten Grünen Wasserstoff voraussichtlich ab 2026 über die AquaDuctus-Pipeline nach Helgoland zu leiten. Dort soll er in einer Hydrieranlage an LOHC – konkret das Thermalöl Benzyltoluol – gebunden werden, sodass er sicher, verlustfrei und flexibel zu den Abnehmern auf dem Festland transportiert werden kann. Die Abwärme aus dem Hydrierprozess könnte für einen Teil der Wärmeversorgung auf der Insel genutzt werden.  Vor dem Hintergrund der Dekarbonisierung Helgolands sowie des wachsenden Drucks auf dem Weltmarkt, eine von Gas und Öl unabhängige Wärmeversorgung der Insel sicher zu stellen, wird auch die lokale Anwendung des Grünen Wasserstoffs auf der Insel untersucht. Im Fokus stehen dabei die optimalen Abnahmemengen, die Versorgungssicherheit für Fernwärme sowie die lokale Betankung von Schiffen – und wie die genannten Untersuchungspunkte in der Praxis sicher und wirtschaftlich umgesetzt werden können. Die Entscheidung, welche Variante bzw. welche Kombination auf der Insel umgesetzt werden soll, wird im Laufe der Projektentwicklung auf Basis von Machbarkeitsstudien getroffen.